Einmal selbst ausprobieren
008Gleichheit & Grundgesetz

Gleiche Rechte sind nicht gleich viel Geld.

Hier suchst du die Aussage, die nicht im Grundgesetz steht. Frage 008 trennt Gleichheit vor dem Gesetz von identischen Kontoständen.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 19. Oktober 2026
KI-generiertes Symbolbild eines neutralen Behördenschalters mit zwei gleichartigen Besucherstühlen.
GrundgesetzArtikel 3
Gleicher rechtlicher Maßstab für Menschen. KI-generiertes Symbolbild.
Die Antwort in Kürze

Nicht enthalten: Alle sollen gleich viel Geld haben.

Das Grundgesetz schützt Würde, Meinungsfreiheit und Gleichheit vor dem Gesetz. Es schreibt nicht vor, dass jeder Mensch denselben Geldbetrag besitzt.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 008
Was steht nicht im Grundgesetz von Deutschland?

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Das kleine Wort „nicht“ entscheidet.

Drei Antworten geben bekannte Grundgedanken der Verfassung wieder. Die Frage will aber gerade die andere Aussage finden. Lies zuerst den Fragesatz vollständig: Gesucht ist nicht ein besonders wichtiges Grundrecht, sondern etwas, das so nicht im Grundgesetz steht.

Gleichheit vor dem Gesetz betrifft rechtliche Maßstäbe und die Behandlung von Menschen. Ein höheres Einkommen macht einen Menschen nicht wertvoller und gibt ihm keinen Freibrief gegenüber dem Staat. Umgekehrt folgt aus rechtlicher Gleichheit nicht, dass Löhne, Ersparnisse oder Vermögen aller Menschen identisch sein müssen.

KI-generierte Szene zweier Erwachsener, die Haushaltsunterlagen an einem Tisch besprechen.
Unterschiedliche Lebenssituationen, gleiche Menschenwürde. Fiktive Szene, mit KI erstellt.

Die anderen drei Antworten

Diese drei Aussagen scheiden als Lösung aus, weil sie gerade verfassungsrechtlich geschützt sind.

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Die Menschenwürde steht ausdrücklich am Anfang von Artikel 1. Diese Antwort nennt also einen besonders grundlegenden Inhalt des Grundgesetzes, nicht die gesuchte Ausnahme.

Jeder Mensch darf seine Meinung sagen.

Artikel 5 schützt die Meinungsäußerung. Die vereinfachte Antwort beschreibt dieses Grundrecht; seine gesetzlichen Grenzen ändern nichts daran, dass es im Grundgesetz steht.

Alle sind vor dem Gesetz gleich.

Artikel 3 erklärt die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz. Genau diese rechtliche Gleichheit darf nicht mit gleichen Vermögensverhältnissen verwechselt werden.

Der Sozialstaat bleibt trotzdem wichtig.

Aus der falschen Geld-Aussage folgt nicht, dass soziale Not dem Staat gleichgültig sein dürfte. Artikel 20 bezeichnet Deutschland als sozialen Bundesstaat. Gesetzliche Unterstützung und verfassungsrechtliche Schutzpflichten sind etwas anderes als eine Pflicht zu identischem Vermögen für alle.

Ebenso bedeutet Gleichheit nicht, dass jede rechtliche Regel ungeachtet aller Unterschiede gleich sein muss. Entscheidend sind sachlich und verfassungsrechtlich gerechtfertigte Maßstäbe. Frage 017 vertieft diesen Unterschied.

Artikel 3 · Grundgesetz ↗
Dein Merksatz

Vor dem Gesetz gleich ≠ auf dem Konto gleich.

Markiere beim Lesen gedanklich „nicht“. Streiche danach Würde, Meinung und rechtliche Gleichheit als tatsächlich geschützte Inhalte.

Drei Wörter für diese Frage

gleichequal / the same
Hier muss man unterscheiden: gleiche rechtliche Maßstäbe oder derselbe Geldbetrag?
die Würdedignity
Der Eigenwert jedes Menschen, unabhängig von seinem Vermögen.
nichtnot
Die Verneinung kehrt die Aufgabe um: Gesucht ist die Ausnahme.
Grundgesetz · Artikel 3 ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Rechtsgrundlagen und Erläuterungen wurden am 19. Oktober 2026 geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Beide Bilder sind KI-generierte Illustrationen mit fiktiven Personen und Orten. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.