Einmal selbst ausprobieren
010Strafe & Menschenrechte

Eine Geldstrafe ist rechtlich möglich.

Der Staat darf Straftaten ahnden, aber nicht jedes Mittel benutzen. Frage 010 stellt eine Geldstrafe drei unzulässigen Formen staatlicher Gewalt gegenüber.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 19. Oktober 2026
KI-generierte Ansicht eines leeren, hellen Gerichtssaals mit hölzernen Tischen.
GrundgesetzArtikel 102
Rechtliche Verfahren begrenzen staatliche Strafen. KI-generierte Illustration.
Die Antwort in Kürze

Mit dem Grundgesetz vereinbar: die Geldstrafe.

Eine gesetzlich verhängte Geldstrafe ist möglich. Prügel, Folter und Todesstrafe sind dagegen keine zulässigen staatlichen Strafmittel.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 010
Was ist mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar?

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Auch beim Bestrafen gelten Grundrechte.

Ein Rechtsstaat kann auf Straftaten reagieren. Dabei bleibt der betroffene Mensch Träger von Rechten. Die Menschenwürde endet nicht mit einem Verdacht oder einer Verurteilung. Deshalb reicht der Satz „Die Person hat etwas falsch gemacht“ nicht als Begründung für beliebige Behandlung.

Eine Geldstrafe ist eine im Strafgesetzbuch geregelte Sanktion. Nach § 40 wird sie in Tagessätzen festgelegt. Die Höhe eines Tagessatzes berücksichtigt insbesondere die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Das unterscheidet eine rechtlich bemessene Sanktion von einer willkürlichen Geldforderung.

KI-generierte Szene zweier Erwachsener, die einen neutralen Brief mit einem Taschenrechner durchgehen.
Ein Betrag muss rechtlich bestimmt werden. Fiktive Szene, mit KI erstellt.

Die anderen drei Antworten

Die drei falschen Antworten verletzen grundlegende Grenzen staatlicher Gewalt.

die Prügelstrafe

Prügelstrafe bedeutet körperliche Schläge als Strafe. Sie ist mit dem Schutz der Menschenwürde und körperlichen Unversehrtheit nicht vereinbar.

die Folter

Folter ist kein zulässiges Straf- oder Ermittlungsmittel. Artikel 104 verbietet ausdrücklich die seelische und körperliche Misshandlung festgehaltener Personen.

die Todesstrafe

Artikel 102 schafft die Todesstrafe ausdrücklich ab. Es gibt hier keinen Vorbehalt, nach dem eine besonders schwere Tat sie wieder erlauben würde.

Erlaubte Strafart heißt nicht: beliebige Anwendung.

Eine Geldstrafe braucht eine gesetzliche Grundlage und ein rechtsstaatliches Verfahren. Der Staat darf nicht ohne Weiteres irgendeinen Betrag verlangen und ihn „Strafe“ nennen. Gegen fehlerhafte Entscheidungen bestehen die vorgesehenen rechtlichen Möglichkeiten.

Im Alltag werden „Geldstrafe“ und „Bußgeld“ oft vermischt. Ein Bußgeld für eine Ordnungswidrigkeit ist rechtlich etwas anderes als eine strafrechtliche Geldstrafe. Die richtige Antwort hier lautet ausdrücklich „die Geldstrafe“.

Artikel 102 · Grundgesetz ↗
Dein Merksatz

Geldstrafe möglich. Menschenwürde bleibt.

Achte auf die Strafart. Die Verfassung erlaubt nicht jedes Mittel, nur weil der Staat eine Straftat ahnden will.

Drei Wörter für diese Frage

vereinbarcompatible
Mit einer Regel oder einem Grundsatz in Einklang.
die Geldstrafecriminal fine
Eine strafrechtliche Sanktion durch Zahlung eines festgesetzten Geldbetrags.
der Tagessatzdaily unit
Eine Berechnungseinheit der Geldstrafe, deren Höhe die wirtschaftliche Lage berücksichtigt.
Grundgesetz · Artikel 1 ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Rechtsgrundlagen und Erläuterungen wurden am 19. Oktober 2026 geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Beide Bilder sind KI-generierte Illustrationen mit fiktiven Personen und Orten. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.