Information vor einer politischen Entscheidung.
Wahlen helfen nur dann bei der demokratischen Willensbildung, wenn Menschen sich informieren und unterschiedliche Standpunkte kennenlernen können. Journalismus kann politische Versprechen prüfen, Missstände aufdecken und auch unbequeme Fragen stellen.
Pressezensur bedeutet im hier maßgeblichen Sinn staatliche Kontrolle vor der Veröffentlichung. Eine Redaktion müsste ihre Beiträge erst genehmigen lassen. Artikel 5 schützt gerade die Freiheit der Presse und untersagt eine solche Zensur.

Die anderen drei Antworten
Die anderen Antworten ermöglichen demokratische Auseinandersetzung.
regelmäßige Wahlen
Regelmäßige Wahlen ermöglichen eine erneute Entscheidung über politische Vertretung. Sie gehören zur Demokratie.
Meinungsfreiheit
Meinungsfreiheit schützt auch Widerspruch und Kritik. Sie ist ein demokratisches Grundrecht.
verschiedene Parteien
Verschiedene Parteien bieten unterschiedliche politische Vorschläge. Parteienvielfalt gehört zur demokratischen Ordnung.
Pressefreiheit bedeutet nicht, dass jedes Verhalten erlaubt ist.
Artikel 5 nennt Schranken durch allgemeine Gesetze, Jugendschutz und persönliche Ehre. Gerichte können nach rechtswidrigen Veröffentlichungen tätig werden. Das ist von einem staatlichen System der Vorabgenehmigung zu unterscheiden.
Auch eine redaktionelle Entscheidung, einen eingesandten Text nicht abzudrucken, ist nicht schon staatliche Pressezensur. Die Frage bezieht sich auf die demokratische Ordnung, nicht auf einen Anspruch auf Veröffentlichung überall.
Artikel 5 · Grundgesetz ↗Demokratie braucht Kritik, keine Vorabzensur.
Bei der Negativfrage suche das Hindernis für freie öffentliche Debatte.
Drei Wörter für diese Frage
- die Pressezensurpress censorship
- Hier: staatliche Kontrolle vor einer Veröffentlichung.
- die Redaktioneditorial team
- Die Menschen, die journalistische Beiträge auswählen und bearbeiten.
- die Meinungsvielfaltdiversity of opinion
- Das Nebeneinander unterschiedlicher Ansichten.
