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052Demokratische Legitimation

Staatsgewalt geht vom Volk aus.

Volkssouveränität beantwortet die Frage nach dem Ursprung staatlicher Macht. In der Demokratie beruht sie auf dem Volk, nicht auf einem erblichen Herrscher.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 19. Oktober 2026
Unbeschriftete hölzerne Wahlurne mit Schlitz und Schloss in einem fiktiven Raum.
GrundgesetzArtikel 20 Absatz 2
Die Wahlurne steht symbolisch für demokratische Mitwirkung.
Die Antwort in Kürze

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

Artikel 20 Absatz 2 des Grundgesetzes legt den demokratischen Ursprung staatlicher Gewalt fest. Wahlen, Abstimmungen und verfassungsmäßige Organe dienen ihrer Ausübung.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 052
Was bedeutet "Volkssouveränität"? Alle Staatsgewalt geht vom …

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Ursprung und Ausübung sind nicht dasselbe.

Der Bundestag beschließt Gesetze, die Regierung handelt und Gerichte sprechen Recht. Dass diese Organe Macht ausüben, bedeutet nicht, dass die Macht ursprünglich ihnen selbst gehört. Der demokratische Ausgangspunkt ist das Volk.

Das Wort „Souveränität“ klingt abstrakt. Für diese Aufgabe reicht eine konkrete Frage: Von wem muss staatliche Herrschaft ihre demokratische Legitimation ableiten? Die richtige Antwort nennt das Volk, nicht eine einzelne Behörde.

Drei Erwachsene, darunter ein Mann mit langen Zöpfen und zwei Frauen mit grauen Wellen beziehungsweise Haarbedeckung, unterhalten sich.
Fiktiver Austausch über gesellschaftliche Fragen; das Bild trifft keine Aussage über individuelles Wahlrecht.

Die anderen drei Antworten

Die falschen Antworten verwechseln ein Staatsorgan oder einen historischen Herrscher mit dem demokratischen Ursprung.

Bundestag aus.

Der Bundestag übt wichtige staatliche Befugnisse aus. Er ist aber nicht der ursprüngliche Träger, von dem alle Staatsgewalt ausgeht.

preußischen König aus.

Ein preußischer König steht für eine historische monarchische Herrschaft. Das Grundgesetz begründet die heutige Staatsgewalt demokratisch.

Bundesverfassungsgericht aus.

Das Bundesverfassungsgericht schützt die Verfassungsordnung durch seine Rechtsprechung. Es ersetzt nicht das Volk als Ursprung staatlicher Gewalt.

Volkssouveränität ist kein Recht jeder Person, alles selbst anzuordnen.

Staatliche Entscheidungen erfolgen durch geregelte Verfahren und zuständige Organe. Eine persönliche Meinung allein wird dadurch noch nicht zum verbindlichen staatlichen Beschluss.

Auch demokratisch legitimierte Macht bleibt an die Verfassung und Grundrechte gebunden. Die Mehrheit kann nicht einfach jede rechtliche Grenze beiseiteschieben.

Artikel 20 Absatz 2 · Grundgesetz ↗
Dein Merksatz

Volkssouveränität fragt: Woher kommt die Staatsgewalt? Vom Volk.

Denke an den Ursprung der Macht, nicht nur an das Organ, das sie gerade ausübt.

Drei Wörter für diese Frage

die Volkssouveränitätpopular sovereignty
Das Prinzip, dass staatliche Gewalt vom Volk ausgeht.
die Staatsgewaltstate authority
Die rechtlich geregelte Macht des Staates.
ausgehen vonto derive from
Seinen Ursprung oder Ausgangspunkt in etwas haben.
Grundgesetz · Artikel 20 Absatz 2 ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 19. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.