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096Erinnerung und Strafrecht

Holocaustleugnung kann mit Haft oder Geldstrafe bestraft werden.

Die Katalogantwort nennt den Strafrahmen aus § 130 Absatz 3 des Strafgesetzbuches. Für die rechtliche Einordnung zählen die gesetzlichen Voraussetzungen und der konkrete Zusammenhang.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 19. Oktober 2026
Eine weiße Blume liegt neben einem geschlossenen, unbeschrifteten Buch in einem ruhigen Leseraum.
Strafgesetzbuch§ 130 Abs. 3
Fiktives Erinnerungsmotiv; keine historische Aufnahme oder Darstellung von Opfern.
Die Antwort in Kürze

Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe.

§ 130 Absatz 3 erfasst unter anderem öffentliche Holocaustleugnung oder Leugnung in einer Versammlung, wenn sie geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. Der genannte Strafrahmen ist keine automatische Strafe von fünf Jahren.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 096
Wie kann jemand, der den Holocaust leugnet, bestraft werden?

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Die historische Tatsache und die Rechtsfolge auseinanderhalten.

Der Holocaust war der systematische Völkermord des nationalsozialistischen Deutschlands und seiner Verbündeten und Helfer an sechs Millionen jüdischen Menschen. Das United States Holocaust Memorial Museum erläutert die umfangreiche Dokumentation, auf der diese historische Erkenntnis beruht.

Die Testfrage fragt nicht, ob dieser Völkermord stattgefunden hat, sondern welche Strafe seine Leugnung nach deutschem Recht haben kann. Der passende Begriff ist Volksverhetzung; die maßgebliche Regel steht in § 130 des Strafgesetzbuches.

Eine Geschichtslehrende mit rasiertem Kopf und ein Lernender mit kurzen grauen Locken sprechen in einem Leseraum.
Fiktive heutige Bildungsszene; die Bücher sind keine abgebildeten historischen Beweismittel.

Die anderen drei Antworten

Die richtige Antwort nennt die strafrechtliche Sanktion, nicht eine pauschale Verwaltungskürzung.

Kürzung sozialer Leistungen

Eine Kürzung sozialer Leistungen ist nicht der in § 130 Absatz 3 festgelegte Strafrahmen.

bis zu 100 Sozialstunden

Eine feste Obergrenze von 100 Sozialstunden steht nicht in der hier gefragten Strafvorschrift.

gar nicht, Holocaustleugnung ist erlaubt

Die pauschale Behauptung, Holocaustleugnung sei erlaubt, ist falsch. Das Strafgesetzbuch stellt die beschriebenen Handlungen unter den gesetzlichen Voraussetzungen unter Strafe.

Nicht jedes Zitat ist eine zustimmende Leugnung.

§ 130 unterscheidet verschiedene Handlungen und Zusammenhänge. Für die hier erläuterte Vorschrift sind insbesondere die öffentliche Äußerung oder Versammlung und die Eignung zur Störung des öffentlichen Friedens relevant; der verkürzte Testsatz ersetzt diese Prüfung nicht.

Das Gesetz berücksichtigt außerdem geschützte Kontexte wie Aufklärung, Wissenschaft und Berichterstattung über § 130 Absatz 8 in Verbindung mit § 86 Absatz 4. Historische Bildung ist daher nicht mit dem propagandistischen Leugnen der Verbrechen gleichzusetzen.

§ 130 Abs. 3 · Strafgesetzbuch ↗
Dein Merksatz

§ 130: bis zu fünf Jahre oder Geldstrafe.

„Kann“ und „bis zu“ beschreiben einen Strafrahmen; die gesetzlichen Voraussetzungen bleiben wichtig.

Drei Wörter für diese Frage

leugnento deny
Eine Tatsache entgegen der Beleglage als nicht geschehen darstellen.
die Freiheitsstrafeprison sentence
Eine strafrechtliche Sanktion, die Freiheitsentzug vorsieht.
der Strafrahmenpenalty range
Der gesetzlich vorgesehene Rahmen für die Strafe eines bestimmten Delikts.
Strafgesetzbuch · § 130 ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 19. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.