Die entscheidende Information ist die Schwangerschaft.
Die vier Antworten sehen auf den ersten Blick wie eine Liste möglicher Konflikte am Arbeitsplatz aus. Die richtige Antwort beschreibt jedoch keine Pflichtverletzung. Sie nennt eine Schwangerschaft, von der der Arbeitgeber weiß. Dafür besteht ein besonderer gesetzlicher Schutz.
Der Schutz soll nicht davon abhängen, ob ein Arbeitgeber die Schwangerschaft bequem findet. § 17 verbietet Kündigungen während der Schwangerschaft grundsätzlich. Das Gesetz regelt außerdem, unter welchen Voraussetzungen eine zunächst unbekannte Schwangerschaft nach einer Kündigung mitgeteilt werden kann.

Die anderen drei Antworten
Die anderen Antworten betreffen andere Sachverhalte. Keine davon bedeutet automatisch: „Die Kündigung ist rechtmäßig.“
Die Frau ist lange krank und arbeitsunfähig.
Längere Krankheit ist nicht die gesuchte Schwangerschaft. Eine krankheitsbedingte Kündigung ist aber keineswegs automatisch zulässig; sie muss die jeweils geltenden rechtlichen Anforderungen erfüllen.
Die Frau kam oft zu spät zur Arbeit.
Häufige Verspätungen können arbeitsrechtlich relevant sein. Ob eine Kündigung gerechtfertigt ist, lässt sich nicht allein aus diesem kurzen Satz ableiten. Die Frage sucht den besonderen Schwangerschaftsschutz.
Die Frau erledigt private Sachen während der Arbeitszeit.
Private Angelegenheiten während der Arbeitszeit sind ein anderer möglicher Konflikt. Auch hier entscheiden die Umstände und rechtlichen Voraussetzungen, nicht eine pauschale Erlaubnis aus der Testantwort.
Besonderer Schutz bedeutet keine grenzenlose Garantie für jeden Fall.
Das Gesetz sieht eng begrenzte Ausnahmen vor: Die zuständige Behörde kann eine Kündigung in besonderen Fällen zulassen, die nicht mit der Schwangerschaft zusammenhängen. Der Arbeitgeber kann eine solche Ausnahme nicht einfach selbst erklären.
Kennt der Arbeitgeber die Schwangerschaft noch nicht, enthält § 17 Regeln zur nachträglichen Mitteilung, grundsätzlich innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung und mit gesetzlichen Ausnahmen. Diese Lernhilfe ersetzt keine Prüfung eines konkreten Falls oder seiner Fristen.
§ 17 · Mutterschutzgesetz ↗Schwangerschaft ist kein Fehlverhalten.
Erkenne die geschützte Situation, ohne aus den falschen Antworten pauschal erlaubte Kündigungsgründe zu machen.
Drei Wörter für diese Frage
- die Kündigungdismissal / termination
- Die Erklärung, ein Arbeitsverhältnis zu beenden.
- der Mutterschutzmaternity protection
- Gesetzlicher Schutz im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Mutterschaft.
- die zuständige Behördecompetent authority
- Die staatliche Stelle, der das Gesetz eine bestimmte Entscheidung zuweist.
