Einmal selbst ausprobieren
115Wahlrecht unterscheiden

Aktives Wahlrecht heißt: Du kannst wählen.

„Aktiv“ bezeichnet hier die Rolle der wählenden Person. Das Recht, selbst gewählt zu werden, hat einen anderen Namen.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 20. Oktober 2026
KI-generierter Bleistift und gefaltetes leeres Blatt auf einem Holztisch neben einem Sichtschutz.
Die BundeswahlleiterinAktives Wahlrecht
Symbol für die eigene Stimmabgabe; kein echter Stimmzettel.
Die Antwort in Kürze

Man kann wählen.

Aktives Wahlrecht ist die Berechtigung, eine eigene Stimme abzugeben. Passives Wahlrecht ist dagegen die Berechtigung, als Kandidatin oder Kandidat gewählt zu werden.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 115
Was bedeutet "aktives Wahlrecht" in Deutschland?

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Zwei Seiten einer Wahl tragen zwei Fachbegriffe.

Bei einer Wahl gibt es Menschen, die ihre Stimme abgeben, und Menschen, die sich zur Wahl stellen. Die Begriffe „aktiv“ und „passiv“ ordnen diese beiden rechtlichen Rollen. Sie bewerten nicht, wie fleißig oder politisch interessiert eine Person ist.

Eine kandidierende Person kann zugleich wahlberechtigt sein. Dann besitzt sie unter den jeweiligen Voraussetzungen beide Rechte. Die Wörter trennen also Funktionen, nicht zwingend zwei voneinander getrennte Gruppen von Menschen.

Zwei fiktive Erwachsene mit langen glatten schwarzen Haaren und kurzen engen Locken besprechen einen Begriff in einer Bücherecke.
KI-generiertes Lerngespräch über rechtliche Rollen, keine Kandidatenporträts.

Die anderen drei Antworten

Trenne die Berechtigung von einer Kandidatur, einer Pflicht und einer Aufgabe im Wahlvorstand.

Man kann gewählt werden.

Gewählt werden zu können ist passives Wahlrecht. Das Wort „aktiv“ meint in dieser Frage die eigene Stimmabgabe.

Man muss wählen gehen.

Wählen zu dürfen bedeutet nicht wählen zu müssen. In Deutschland gibt es keine gesetzliche Wahlpflicht.

Man muss zur Auszählung der Stimmen gehen.

Eine Teilnahme an der Auszählung ist keine Bedeutung des aktiven Wahlrechts. Aufgaben im Wahlvorstand gehören zu einer eigenen öffentlichen Funktion.

Der Begriff erklärt das Recht, nicht alle Voraussetzungen.

Für Bundestagswahlen gehören grundsätzlich deutsche Staatsangehörigkeit und ein Alter von mindestens 18 Jahren am Wahltag zu den Voraussetzungen. Weitere Einzelheiten regelt das Bundeswahlgesetz. Die Definition „selbst wählen dürfen“ ersetzt diese Prüfung nicht.

„Aktiv“ ist keine Aufforderung, einer Partei beizutreten, Wahlkampf zu machen oder öffentlich die eigene Entscheidung zu nennen. Das Wahlrecht und das Wahlgeheimnis bleiben auch für Menschen bestehen, die sich außerhalb der Stimmabgabe nicht politisch engagieren.

Aktives Wahlrecht · Die Bundeswahlleiterin ↗
Dein Merksatz

Aktiv: wählen. Passiv: gewählt werden.

Verbinde die Begriffe mit den beiden Verbformen, nicht mit einer Bewertung der Person.

Drei Wörter für diese Frage

das aktive Wahlrechtactive suffrage
Das Recht, selbst eine Stimme abzugeben.
das passive Wahlrechtpassive suffrage
Das Recht, gewählt zu werden.
die Wählbarkeiteligibility to stand for election
Die rechtliche Voraussetzung, als Kandidatin oder Kandidat gewählt werden zu können.
Die Bundeswahlleiterin · Aktives Wahlrecht ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 20. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.