Einmal selbst ausprobieren
120Das Wahlsystem

Zwei Stimmen verbinden Personenwahl und proportionale Sitzverteilung.

Die Katalogantwort heißt „Mehrheits- und Verhältniswahlrecht“. Genauer wird das heutige Bundestagswahlsystem als personalisierte Verhältniswahl erklärt.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 20. Oktober 2026
Zwei KI-generierte geschlossene Umschläge in Dunkelblau und Gold liegen neben einem unbeschrifteten Notizbuch.
Bundeswahlgesetz§ 1
Symbol für zwei unterschiedliche Funktionen; keine echten Briefwahlunterlagen.
Die Antwort in Kürze

Die passende Antwort ist Mehrheits- und Verhältniswahlrecht.

Die Erststimme wählt eine Person im Wahlkreis, die Zweitstimme die Landesliste einer Partei. Maßgeblich für die Sitzverteilung zwischen Parteien sind die Zweitstimmen; ein Erststimmensieg einer Parteiperson allein garantiert keinen Sitz.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 120
Das Wahlsystem in Deutschland ist ein …

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Die beiden Stimmen haben unterschiedliche Aufgaben.

Bei der Erststimme wird zwischen Personen im Wahlkreis entschieden. Die Zweitstimme gilt einer Landesliste. „Erst“ und „zweit“ sind dabei Bezeichnungen der Stimmarten, keine Rangliste ihrer Bedeutung. Für die Verteilung der Sitze zwischen Parteien ist die Zweitstimme maßgeblich.

Die Prüfungsantwort fasst die Verbindung von Personenwahl nach einem Mehrheitsprinzip und Verhältniswahl zusammen. Sie darf nicht so verstanden werden, als entstünden zwei völlig unabhängige Sitzkontingente, die einfach addiert werden. Die Regeln verbinden die Wahlkreisergebnisse mit dem proportionalen Ergebnis.

Drei fiktive Erwachsene mit kurzem strukturiertem Haar, einem langen Zopf und rasiertem Kopf besprechen zwei Aspekte einer Lernfrage.
KI-generierte Erklärungsszene mit gewöhnlichen Notizbüchern, kein amtliches Wahlverfahren.

Die anderen drei Antworten

Die anderen Optionen beschreiben Ausschlüsse oder historische Ungleichheiten statt des heutigen Systems.

Zensuswahlrecht.

Zensuswahlrecht knüpft Wahlrechte an wirtschaftliche Voraussetzungen wie Besitz oder Steuerleistung. Das ist nicht die allgemeine und gleiche Bundestagswahl.

Dreiklassenwahlrecht.

Das historische Dreiklassenwahlrecht teilte Wähler nach Steueraufkommen in Gruppen mit unterschiedlichem Gewicht ein. Es beschreibt nicht die heutige Bundestagswahl.

allgemeines Männerwahlrecht.

Das heutige Wahlrecht ist nicht auf Männer beschränkt. Die allgemeinen und gleichen Wahlgrundsätze schließen diese Begrenzung aus.

Die vertraute Kurzform braucht die aktuellen Regeln als Ergänzung.

Seit der Bundestagswahl 2025 hängt der Wahlkreissitz eines Parteibewerbers von der Zweitstimmendeckung ab. Die früher oft gelernte Behauptung, jeder Erststimmensieger ziehe automatisch ein, beschreibt diese Rechtslage nicht richtig. Für parteiunabhängige Einzelbewerber gelten eigene Regeln.

Auch Sperrklausel, Ausnahmen und die Verteilung auf Landeslisten gehören zur vollständigen Berechnung. Die Testfrage verlangt zunächst nur die passende Systembeschreibung. Sie ist kein Grund, historische oder verkürzte Merksätze über die aktuelle Sitzvergabe zu stellen.

§ 1 · Bundeswahlgesetz ↗
Dein Merksatz

Erststimme: Person. Zweitstimme: proportionale Parteisitze.

Die Katalogformel verbindet zwei Elemente; die Zweitstimme bleibt für die Parteisitzverteilung maßgeblich.

Drei Wörter für diese Frage

die Verhältniswahlproportional representation
Eine Sitzverteilung, die sich nach Stimmenverhältnissen richtet.
der Wahlkreisconstituency
Ein räumlicher Wahlbereich für die Auswahl einer Person mit der Erststimme.
die Zweitstimmendeckungsecond-vote coverage
Die Voraussetzung, dass ein Wahlkreissitz einer Partei durch deren Zweitstimmensitze gedeckt ist.
Bundeswahlgesetz · § 1 ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 20. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.