Einmal selbst ausprobieren
145Warum staatliche Macht verteilt wird

In der Gewaltenteilung arbeitet der Richter für die Judikative.

Die Frage verbindet einen Beruf mit dem Schutz vor Machtkonzentration: Gerichte entscheiden unabhängig von Regierung und Parlament.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 20. Oktober 2026
KI-generierte drei gleich hohe unbeschriftete Holzblöcke mit Abstand auf einer dunkelblauen Fläche.
GrundgesetzArtikel 20 Absatz 2
Symbol für getrennte Funktionen, kein amtliches Verfassungsdiagramm.
Die Antwort in Kürze

Für die Judikative, die rechtsprechende Gewalt.

Gesetzgebung, Regierung und Verwaltung sowie Rechtsprechung haben unterschiedliche Aufgaben. Richter gehören zur Judikative. Diese Aufteilung ermöglicht Kontrolle und soll verhindern, dass eine Stelle unbeschränkt alles entscheidet.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 145
In Deutschland wird die Staatsgewalt geteilt. Für welche Staatsgewalt arbeitet ein Richter / eine Richterin? Für die …

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Die Zuordnung hat einen demokratischen Zweck.

Wer Gesetze beschließt, wer sie staatlich ausführt und wer Rechtsstreitigkeiten entscheidet, soll nicht einfach in einer unkontrollierten Hand zusammenfallen. Die Gewaltenteilung verteilt Funktionen und schafft Möglichkeiten gegenseitiger Kontrolle. Die richterliche Aufgabe liegt dabei bei der Judikative.

Die Gewalten stehen dennoch nicht vollkommen beziehungslos nebeneinander. Sie wirken innerhalb der Verfassung zusammen. Entscheidend ist, dass die gerichtliche Entscheidung keine bloße Anweisung einer Regierung ausführt: Richter sind unabhängig und dem Gesetz unterworfen.

Drei fiktive Erwachsene mit langen Locs, kurzem Bürstenhaarschnitt und langen silbernen Wellen sprechen in einem Lernkreis.
KI-generierter Austausch über Kontrolle staatlicher Macht.

Die anderen drei Antworten

Die vier Antwortmöglichkeiten nennen nicht vier gleichartige Staatsgewalten.

Exekutive.

Die Exekutive umfasst vor allem Regierung und Verwaltung. Sie ist Teil der Gewaltenteilung, aber nicht der Zweig, dem die richterliche Entscheidung zugeordnet wird.

Presse.

Die Presse informiert und kann Macht öffentlich kritisch kontrollieren. Sie wird deshalb manchmal bildlich als „vierte Gewalt“ bezeichnet. Das macht sie nicht zu einer der drei staatlichen Gewalten und Richter nicht zu Journalisten.

Legislative.

Die Legislative ist die gesetzgebende Gewalt. Ein Parlament beschließt Gesetze; ein Richter entscheidet Rechtsfälle. Beide Funktionen sind für die Zuordnung auseinanderzuhalten.

Unabhängigkeit bedeutet nicht völlige Trennung ohne Kontrolle.

Gewaltenteilung ist keine Behauptung, dass staatliche Organe niemals miteinander zu tun hätten. Die Verfassung legt ihre Beziehungen und Zuständigkeiten fest. Gerade diese geregelte Verteilung begrenzt Macht.

Auch öffentliche Kritik an Urteilen ändert die Berufszuordnung nicht. Richter bleiben Teil der Judikative; Medien bleiben frei berichtende und kommentierende Akteure außerhalb der drei staatlichen Gewalten.

Artikel 20 Absatz 2 · Grundgesetz ↗
Dein Merksatz

Drei Staatsgewalten – richterlich entscheiden heißt Judikative.

Denke nicht nur an drei Namen, sondern an drei Funktionen. Die Presse ist in dieser Antwortliste der Hinweis, staatliche Gewalt und öffentliche Kritik auseinanderzuhalten.

Drei Wörter für diese Frage

die Gewaltenteilungseparation of powers
Aufteilung staatlicher Funktionen mit gegenseitiger Kontrolle.
die Machtkonzentrationconcentration of power
Die Bündelung vieler Entscheidungsbefugnisse bei einer Stelle.
die Pressefreiheitpress freedom
Die geschützte Freiheit journalistischer Berichterstattung.
Grundgesetz · Artikel 20 ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 20. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.