Einmal selbst ausprobieren
149Antisemitismus erkennen

Den Holocaust zu leugnen ist antisemitisch.

Die historische Wirklichkeit des nationalsozialistischen Völkermords ist belegt. Ihre Leugnung ist kein gewöhnlicher Streit über Regierungspolitik.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 20. Oktober 2026
KI-generierte einzelne brennende weiße Kerze im schlichten Glas auf einer Steinfläche.
IHRA-ArbeitsdefinitionAntisemitismus
Symbolisches Erinnerungsbild, keine Aufnahme einer historischen Szene oder einer bestimmten Gedenkstätte.
Die Antwort in Kürze

Den Holocaust leugnen.

Der Holocaust war die Verfolgung und Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden durch das NS-Regime und seine Verbündeten und Helfer. Die Leugnung dieses Verbrechens ist ein Beispiel antisemitischen Verhaltens.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 149
Was ist ein Beispiel für antisemitisches Verhalten?

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Historische Tatsachen und Menschenwürde gehören zusammen.

Antisemitismus richtet sich gegen Jüdinnen und Juden. Die Leugnung des Holocaust bestreitet einen dokumentierten Völkermord und greift damit auch die Erinnerung an die Opfer an. Die Testfrage verlangt, dieses Verhalten unter vier unterschiedlichen Beispielen zu erkennen.

Die IHRA nennt Holocaustleugnung ausdrücklich in ihrer Arbeitsdefinition und erläutert sie in einer eigenen Definition zu Leugnung und Verfälschung. Diese Texte sind Orientierungshilfen, keine selbstständigen Strafgesetze. Für strafrechtliche Folgen in Deutschland gelten die gesetzlichen Tatbestände.

Drei fiktive Erwachsene mit langen kupferfarbenen Zöpfen, sehr kurzem grauem Haar und kurzen schwarzen Wellen lernen in einer Bibliothek.
KI-generierte heutige Lernsituation; das Aussehen legt keine Religion oder historische Rolle fest.

Die anderen drei Antworten

Beurteile das beschriebene Verhalten, nicht eine vermutete Identität.

ein jüdisches Fest besuchen

Ein jüdisches Fest zu besuchen ist für sich genommen kein antisemitisches Verhalten. Die Antwort beschreibt Teilnahme oder Begegnung, nicht Hass gegen jüdische Menschen.

die israelische Regierung kritisieren

Die israelische Regierung kann wie andere Regierungen politisch kritisiert werden. Das ist nicht automatisch antisemitisch. Kritik kann jedoch antisemitisch werden, etwa wenn dabei Juden pauschal verantwortlich gemacht oder antisemitische Vorstellungen verbreitet werden.

gegen Juden Fußball spielen

Im sportlichen Wettbewerb gegen jüdische Menschen anzutreten ist für sich genommen kein Antisemitismus. Entscheidend wäre ein diskriminierendes Verhalten, nicht die jüdische Identität der gegnerischen Mannschaft.

Die Einordnung als antisemitisch und die Strafbarkeit sind verschiedene Prüfungen.

§ 130 Absatz 3 des Strafgesetzbuchs erfasst unter anderem öffentlich oder in einer Versammlung begangene Leugnung nationalsozialistischer Völkermordtaten, wenn sie geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. Die konkreten gesetzlichen Voraussetzungen dürfen nicht weggelassen werden.

Jüdisches Leben umfasst Religion, Kultur, Familienleben, Sport und viele persönliche Lebensweisen. Die Frage erlaubt keine Rückschlüsse auf die Haltung einzelner Juden zu einer Regierung und keine pauschale Gleichsetzung jüdischer Menschen mit dem Staat Israel.

Antisemitismus · IHRA-Arbeitsdefinition ↗
Dein Merksatz

Holocaustleugnung erkennen; jüdische Menschen nicht pauschal zuordnen.

Merke dir die richtige Antwort zusammen mit der Unterscheidung: Gewöhnliche Begegnung, Sport und sachliche Regierungskritik sind nicht schon wegen ihres Bezugs zu Juden oder Israel antisemitisch.

Drei Wörter für diese Frage

der Antisemitismusantisemitism
Judenfeindschaft und gegen jüdische Menschen gerichtete Abwertung.
der Holocaustthe Holocaust
Die nationalsozialistische Verfolgung und Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden.
leugnendeny
Eine feststehende Tatsache oder ein belegtes Geschehen bestreiten.
International Holocaust Remembrance Alliance · Working definition of antisemitism ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 20. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.