Einmal selbst ausprobieren
159Das Wort „nicht“ beachten

Unter der NS-Herrschaft gab es keine freien Wahlen.

Gesucht ist, was es nicht gab. Pressezensur, willkürliche Verhaftungen und die Verfolgung jüdischer Menschen gehören dagegen zur historischen Wirklichkeit.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 20. Oktober 2026
KI-generiertes heutiges Lernblatt mit drei schwarzen Balken und einem Bleistift auf einem Holztisch.
Deutscher BundestagReichstagswahl 1933
Abstraktes Symbol für Zensur, kein echtes geschwärztes Dokument und keine historische Zeitung.
Die Antwort in Kürze

Freie Wahlen.

Die NS-Diktatur bot keine freien demokratischen Wahlen. Zwar gab es Wahlveranstaltungen und Abstimmungen, doch politische Verfolgung, fehlende freie Konkurrenz und Zwang stehen der Wahlfreiheit entgegen.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 159
Was gab es in Deutschland nicht während der Zeit des Nationalsozialismus?

Wähle eine Antwort. Dein Ergebnis bleibt nur auf dieser Seite.

Eine Wahlurne allein macht keine freie Wahl.

Lies zuerst die Verneinung in der Frage: „Was gab es … nicht?“ Die richtige Antwort nennt eine fehlende Freiheit. Die drei anderen Antworten beschreiben Repression und Verfolgung, die es tatsächlich gab.

Schon die Reichstagswahl vom 5. März 1933 fand unter schwerer Gewalt und eingeschränkten Grundrechten statt. Spätere Abstimmungen, etwa die Reichstagswahl 1936 mit einer NSDAP-Einheitsliste, boten ebenfalls keinen freien demokratischen Wettbewerb. Die richtige Aussage lautet daher keine freien Wahlen, nicht überhaupt keine Stimmabgaben.

Zwei fiktive Erwachsene mit kurzen kupferfarbenen Locken und einem kurzen silbernen Bob besprechen Informationsfreiheit.
KI-generierte heutige Lerngruppe, keine Darstellung historischer Opfer oder Täter.

Die anderen drei Antworten

Diese drei Dinge gab es im NS-Regime; deshalb beantworten sie die Verneinung nicht.

Pressezensur

Die Presse wurde kontrolliert und gleichgeschaltet. Pressezensur ist deshalb ein tatsächlich vorhandenes Merkmal der NS-Herrschaft, nicht die gesuchte fehlende Erscheinung.

willkürliche Verhaftungen

Politische Gegner und andere Verfolgte wurden willkürlich festgenommen und inhaftiert. Gerade diese Unterdrückung kennzeichnet die Diktatur.

Verfolgung der Juden

Jüdische Menschen wurden systematisch entrechtet, verfolgt und ermordet. Die Verfolgung ist historisch belegt und darf nicht als etwas dargestellt werden, das es nicht gegeben habe.

„Frei“ ist ein überprüfbares Merkmal.

Ob eine Abstimmung frei ist, hängt von den tatsächlichen Bedingungen ab. Einschüchterung, Verhaftung von Gegnern und die Ausschaltung politischer Alternativen lassen sich nicht durch hohe gemeldete Zustimmung ausgleichen.

Die Testfrage nennt nur einige Merkmale der NS-Zeit. Die Liste ist keine vollständige Darstellung der Verbrechen oder der betroffenen Gruppen. Sie dient hier dazu, freie Wahlen von dokumentierten Formen staatlicher Unterdrückung zu unterscheiden.

Reichstagswahl 1933 · Deutscher Bundestag ↗
Dein Merksatz

Nicht vorhanden: freie Wahlen. Vorhanden: Zensur und Verfolgung.

Achte beim Ankreuzen auf die Verneinung. Du sollst keine Unterdrückungsmaßnahme auswählen, sondern die Freiheit, die fehlte.

Drei Wörter für diese Frage

die Pressezensurpress censorship
Die staatliche Unterdrückung oder Kontrolle von Presseveröffentlichungen.
willkürlicharbitrary
Ohne verlässliche rechtsstaatliche Grenzen, nach unkontrolliertem Ermessen.
die Einheitslistesingle list
Eine gemeinsame oder allein zugelassene Kandidatenliste; hier ohne freien Parteienwettbewerb.
Deutscher Bundestag · 5. März 1933: Letzte Reichstagswahlen in der Weimarer Republik ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 20. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.