Wer entscheidet über die Produktion?
Stell dir vereinfacht vor, eine übergeordnete Stelle legt fest, welche Mengen bestimmter Güter hergestellt werden sollen. Die einzelnen Betriebe arbeiten dann an vorgegebenen Planzielen. Dieses Beispiel erklärt den Begriff, ohne einen konkreten historischen Betrieb nachzustellen.
Die Staatliche Plankommission und die Industrieministerien waren wichtige Teile dieser Steuerung. Der entscheidende Unterschied ist nicht, ob Menschen überhaupt planen, sondern ob zentrale staatliche Vorgaben die Wirtschaftsordnung prägen.

Die anderen drei Antworten
Die anderen Begriffe benennen nicht die zentrale DDR-Wirtschaftsordnung.
Marktwirtschaft
Marktwirtschaft ist die Gegenüberstellung zur zentralen staatlichen Planung. Sie ist nicht der gesuchte Name für die DDR-Wirtschaft unter der SED.
Angebot und Nachfrage
Angebot und Nachfrage bezeichnen wirtschaftliche Größen und ihr Verhältnis. Sie sind hier nicht der Name des gesuchten staatlich gelenkten Systems.
Kapitalismus
Kapitalismus passt nicht als Bezeichnung der sozialistischen Zentralplanwirtschaft der DDR. Entscheidend ist das System, nicht das bloße Vorhandensein von Geld.
Planwirtschaft bedeutet nicht, dass jeder Vorgang gleich ablief.
Auch in der DDR gab es Geld, Preise und zeitweise private Betriebe. Diese einzelnen Merkmale machen eine überwiegend staatlich gelenkte Wirtschaft nicht automatisch zur Marktwirtschaft. Die Frage verlangt die prägende Wirtschaftsordnung.
1990 begann noch vor der staatlichen Einheit der Übergang zur sozialen Marktwirtschaft. Die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion trat am 1. Juli in Kraft; die Wiedervereinigung folgte am 3. Oktober. Der Katalogbegriff beschreibt die DDR-Wirtschaft unter der SED, nicht eine unveränderte Ordnung bis zur letzten Stunde.
Zentrale Planung · Haus der Geschichte ↗Planwirtschaft = zentrale staatliche Wirtschaftsplanung.
Frage nach der Ebene: persönlicher Plan, betrieblicher Plan oder staatliche Steuerung der Volkswirtschaft?
Drei Wörter für diese Frage
- die Planwirtschaftplanned economy
- Eine Wirtschaftsordnung, die von zentralen staatlichen Vorgaben geprägt ist.
- die Produktionproduction
- Die Herstellung von Gütern.
- der Betriebenterprise
- Eine wirtschaftliche Organisation, die beispielsweise Güter herstellt oder Leistungen erbringt.
