Einmal selbst ausprobieren
248Erziehung als Recht und Pflicht der Eltern

Die Erziehung der Kinder ist vor allem Aufgabe der Eltern.

Das Grundgesetz verbindet die Freiheit der Eltern mit Verantwortung für das Kind. „Vor allem“ bedeutet dabei nicht „ohne Grenzen“ oder „ohne Unterstützung“.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 20. Oktober 2026
KI-generierte kleine Brotdose neben einer gefalteten Kinderjacke und einer schlichten Tragetasche.
GrundgesetzArtikel 6: Eltern und Kinder
Symbolische Alltagsgegenstände zur Sorge für Kinder, keine Darstellung einer bestimmten Familie.
Die Antwort in Kürze

Der Eltern.

Artikel 6 Absatz 2 des Grundgesetzes ordnet Pflege und Erziehung als Recht und vorrangige Pflicht den Eltern zu. Der Staat wacht darüber, dass diese Verantwortung im Rahmen des Rechts wahrgenommen wird.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 248
Die Erziehung der Kinder ist in Deutschland vor allem Aufgabe …

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Ein Recht der Eltern ist zugleich eine Aufgabe gegenüber dem Kind.

Eltern sollen die Erziehung ihrer Kinder gestalten können. Zugleich müssen sie für das Kind sorgen, es schützen und seine Entwicklung berücksichtigen. Das Recht besteht daher nicht losgelöst von der Person und den Bedürfnissen des Kindes.

Mit zunehmendem Alter wächst die Fähigkeit des Kindes, selbstständig und verantwortlich zu handeln. § 1626 BGB verlangt, dies zu berücksichtigen und Fragen entsprechend dem Entwicklungsstand mit dem Kind zu besprechen. Erziehung ist also nicht bloß das einseitige Erteilen von Befehlen.

Zwei fiktive Erwachsene mit langem grauem Haar und kurzem dunklem Haar besprechen gemeinsam einen leeren Planer.
KI-generierte Besprechung; Erziehungsaufgaben werden nicht einem Geschlecht zugeordnet.

Die anderen drei Antworten

Andere Menschen und Einrichtungen können wichtige Aufgaben haben, ohne die vorrangige Elternverantwortung zu ersetzen.

des Staates.

Der Staat hat Schutz- und Aufsichtsaufgaben. Er ist aber nicht grundsätzlich die Stelle, die anstelle der Eltern die gesamte Erziehung übernimmt.

der Großeltern.

Großeltern können sehr wichtig sein und im Alltag helfen. Allein die Großelternschaft macht sie aber nicht zu den vorrangig Erziehungsverantwortlichen.

der Schulen.

Schulen übernehmen Bildung und wichtige Aufgaben im Alltag der Kinder. Der Schulbesuch beseitigt jedoch nicht die grundlegende Erziehungsverantwortung der Eltern.

Elternrechte enden nicht erst bei einer staatlichen Entscheidung an rechtlichen Grenzen.

Kinder haben eigene Rechte. § 1631 BGB schließt Gewalt, körperliche Bestrafung, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen bei Pflege und Erziehung aus. „Die Eltern erziehen“ rechtfertigt daher keine Gewalt.

Die Testantwort beschreibt den verfassungsrechtlichen Grundsatz. Wie Sorge im Einzelfall verteilt ist, etwa bei alleiniger Sorge oder einer Vormundschaft, ist gesondert geregelt. Unterstützung durch vertraute Personen oder Fachstellen kann mit verantwortlicher Erziehung gut zusammenpassen.

Artikel 6: Eltern und Kinder · Grundgesetz ↗
Dein Merksatz

Eltern: vorrangiges Recht und vorrangige Pflicht zur Erziehung.

Denke beide Seiten zusammen: Gestaltungsspielraum für die Eltern und Schutz sowie Beteiligung des Kindes.

Drei Wörter für diese Frage

die Erziehungupbringing
Die Begleitung und Förderung eines Kindes auf dem Weg zu eigenverantwortlichem Handeln.
die Pflichtduty
Eine Aufgabe, zu deren Erfüllung man verpflichtet ist.
eigenverantwortlichacting responsibly for oneself
Eigene Entscheidungen treffen und Verantwortung dafür übernehmen.
Grundgesetz · Artikel 6 ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 20. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

  • Grundgesetz · Artikel 6 ↗Ordnet Pflege und Erziehung vorrangig den Eltern zu und nennt die staatliche Aufsicht über diese Verantwortung.
  • Bürgerliches Gesetzbuch · § 1626 ↗Beschreibt elterliche Sorge sowie die wachsende Selbstständigkeit und Beteiligung des Kindes. Amtlichen indexierten Wortlaut geprüft; direkter Einzelabruf nicht verfügbar.
  • Bürgerliches Gesetzbuch · § 1631 ↗Belegt das Recht des Kindes auf Pflege und Erziehung ohne Gewalt und entwürdigende Maßnahmen.
  • BAMF · Gesamtfragenkatalog ↗Aufgabe 248 aus dem vorhandenen Fragenbestand, angegebener Katalogstand 7. Mai 2025. Der PDF-Abruf war bei dieser Prüfung nicht verfügbar; die vorhandenen Fragen und Übersetzungen wurden nicht ersetzt.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.