Einmal selbst ausprobieren
292Zusammenleben und Glaubensfreiheit

Religiöse Toleranz schützt die Freiheit, selbst zu glauben.

Menschen dürfen verschiedene Religionen haben oder ohne Religion leben. Der Staat schreibt ihnen keinen Glauben vor.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 20. Oktober 2026
KI-generierte zwei unterschiedliche leere Tassen nebeneinander auf einer sonnigen Bank.
GrundgesetzArtikel 4 · Glaubensfreiheit
Symbol für ein Gespräch bei unterschiedlichen Überzeugungen; keine Darstellung religiöser Symbole.
Die Antwort in Kürze

Jeder kann glauben, was er möchte.

Artikel 4 schützt Glauben, Gewissen und religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen. Toleranz bedeutet, diese Freiheit auch anderen zuzugestehen. Dazu gehört, keiner Religion anzugehören und nicht an religiösen Handlungen teilnehmen zu müssen.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 292
Die Menschen in Deutschland leben nach dem Grundsatz der religiösen Toleranz. Was bedeutet das?

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Gleiche Freiheit verlangt keinen gleichen Glauben.

Religiöse Toleranz setzt gerade voraus, dass Menschen unterschiedliche Überzeugungen haben können. Eine Person betet, eine andere lehnt religiöse Vorstellungen ab, eine dritte ist unentschieden. Die Freiheit des Glaubens steht nicht nur einer Mehrheit oder einer bestimmten religiösen Gemeinschaft zu.

Die staatliche Ordnung erklärt keine Kirche zur Staatskirche. Das bedeutet nicht, dass Religion unsichtbar bleiben muss. Das Grundgesetz schützt auch die Religionsausübung. Ein friedliches Zusammenleben beruht darauf, dass niemand seine eigene Überzeugung zur persönlichen Glaubenspflicht aller anderen macht.

Zwei fiktive Erwachsene mit kurzem dunklem und langem hellem Haar unterhalten sich im Freien.
KI-generierte Begegnung; das Aussehen der Personen sagt nichts über ihren tatsächlichen oder angenommenen Glauben aus.

Die anderen drei Antworten

Die falschen Antworten machen aus Vielfalt ein Verbot oder einen Zwang.

Es dürfen keine Moscheen gebaut werden.

Ein pauschales Verbot von Moscheen würde eine Religion ausgrenzen. Religiöse Toleranz bedeutet kein solches Verbot. Ein konkretes Bauvorhaben muss trotzdem nach den geltenden Bauvorschriften geprüft werden.

Alle Menschen glauben an Gott.

Toleranz verlangt nicht, dass alle an Gott glauben. Sie umfasst auch Menschen ohne religiösen Glauben und Menschen, die sich keiner Religion zuordnen.

Der Staat entscheidet, an welchen Gott die Menschen glauben.

Der Staat entscheidet nicht, an welchen Gott eine Person glauben soll. Er schützt die Freiheit verschiedener religiöser und weltanschaulicher Überzeugungen.

Toleranz ist Respekt vor Freiheit, keine Pflicht zur Zustimmung.

Menschen dürfen über Religion diskutieren und unterschiedliche Positionen vertreten. Die Prüfungsantwort verlangt nicht, alle religiösen Aussagen für wahr zu halten. Sie betrifft das Recht der Menschen, eine eigene Überzeugung zu haben.

Aus der Glaubensfreiheit folgt keine automatische Genehmigung für jedes konkrete Vorhaben und kein Recht, andere zu religiösen Handlungen zu zwingen. Die persönliche Freiheit aller Beteiligten muss mitgedacht werden.

Artikel 4 · Glaubensfreiheit · Grundgesetz ↗
Dein Merksatz

Glauben ist frei; Mitmachen ist keine allgemeine Pflicht.

Erkenne die Antwort, die eine Wahl ermöglicht, statt eine Religion zu verbieten oder einen Glauben vorzuschreiben.

Drei Wörter für diese Frage

die Toleranztolerance
Respekt vor der Freiheit anderer trotz unterschiedlicher Überzeugungen.
das Gewissenconscience
Die persönliche innere Beurteilung dessen, was man für richtig oder falsch hält.
die Weltanschauungworldview
Eine grundlegende Sicht auf Mensch und Welt, die nicht religiös sein muss.
Grundgesetz · Artikel 4 ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 20. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.