Einmal selbst ausprobieren
299Geschichte der Arbeitsmigration

Angeworbene ausländische Arbeitskräfte wurden oft Gastarbeiter genannt.

Das Wort gehört zur westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Es beschreibt eine damalige Vorstellung von Arbeitsmigration und ist kein heutiger Sammelbegriff für alle Eingewanderten.

Ca. 4 Min. LesezeitStand: 20. Oktober 2026
KI-generierter brauner Reisekoffer im älteren Stil neben einem geschlossenen Notizbuch ohne Beschriftung.
Bundeszentrale für politische BildungGastarbeiter/-innen
Symbolische Illustration; weder ein historisches Foto noch der tatsächliche Besitz einer eingewanderten Person.
Die Antwort in Kürze

Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen.

So nannte man häufig ausländische Arbeitskräfte, die im Rahmen der Anwerbung in die Bundesrepublik kamen. Der Ausdruck war verbreitet, aber keine amtliche Bezeichnung. Das Wort „Gast“ spiegelte die anfängliche Vorstellung eines vorübergehenden Aufenthalts wider; viele Menschen blieben dauerhaft.

Einmal selbst ausprobierenOriginalfrage · Nr. 299
Ausländische Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die in den 50er und 60er Jahren von der Bundesrepublik Deutschland angeworben wurden, nannte man …

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Ein historisches Wort mit einer begrenzten Perspektive.

Die Bundesrepublik schloss ab 1955 Anwerbeabkommen mit mehreren Staaten. Betriebe suchten Arbeitskräfte, während die beteiligten Regierungen und Unternehmen den Aufenthalt zunächst häufig als vorübergehend betrachteten. Diese Erwartung erklärt den verbreiteten Ausdruck Gastarbeiter.

Die Lebenswege entwickelten sich unterschiedlich. Manche Menschen kehrten zurück, andere blieben, gründeten Familien oder ließen Angehörige nachziehen. Angeworbene Frauen waren ebenfalls selbst erwerbstätig. Ihre Geschichte lässt sich nicht auf die Rolle begleitender Ehefrauen reduzieren.

Zwei fiktive Erwachsene mit sehr kurzem kupferfarbenem Haar und langen silbernen Haaren besprechen ein leeres Heft.
KI-generierte heutige Lernszene. Die Personen stellen keine bestimmten historischen Arbeitskräfte dar.

Die anderen drei Antworten

Die übrigen Wörter beschreiben andere Aspekte von Arbeit.

Schwarzarbeiter / Schwarzarbeiterinnen

Schwarzarbeit betrifft beispielsweise Arbeit, bei der vorgeschriebene Steuer-, Melde- oder Beitragspflichten nicht erfüllt werden. Das ist nicht die Bezeichnung für staatlich organisierte Arbeitskräfteanwerbung. Die englische Katalogübersetzung „illegal workers“ darf nicht als Beschreibung der angeworbenen Menschen gelesen werden.

Zeitarbeiter / Zeitarbeiterinnen

Zeitarbeit bezeichnet eine Beschäftigungsform, bei der Arbeitskräfte über ein Zeitarbeitsunternehmen eingesetzt werden. Das Wort ist nicht die gesuchte historische Bezeichnung. Ein ursprünglich zeitlich begrenzt geplanter Aufenthalt macht Gastarbeiter nicht automatisch zu Zeitarbeitern.

Schichtarbeiter / Schichtarbeiterinnen

Schichtarbeit betrifft die Einteilung der Arbeitszeit in Schichten. Ein angeworbener Mensch konnte im Schichtbetrieb arbeiten; Schichtarbeiter war aber nicht die besondere historische Bezeichnung für die angeworbene Gruppe.

Die Bezeichnung ist kein heutiger Aufenthaltsstatus.

Gastarbeiter ist ein historisch verbreitetes Wort, keine verlässliche Auskunft über heutige Staatsangehörigkeit, Rechte oder Zugehörigkeit. Es sollte nicht unterschiedslos für alle Menschen mit einer Einwanderungsgeschichte oder deren Nachkommen verwendet werden.

Der Anwerbestopp von 1973 beendete nicht die Anwesenheit der bereits hier lebenden Menschen. Arbeitskräfteanwerbung, Rückkehr, dauerhafter Aufenthalt und Familiennachzug sind unterschiedliche Vorgänge. Die Prüfungsfrage verlangt nur die damalige verbreitete Bezeichnung.

Gastarbeiter/-innen · Bundeszentrale für politische Bildung ↗
Dein Merksatz

Anwerbung in der Nachkriegszeit → Gastarbeiter.

Das Stichwort ist die historische Anwerbung, nicht Schichtplan oder Beschäftigung über eine Zeitarbeitsfirma.

Drei Wörter für diese Frage

anwerbenrecruit
Menschen gezielt für eine Tätigkeit gewinnen.
vorübergehendtemporary
Für eine begrenzte Zeit vorgesehen.
die Arbeitsmigrationlabour migration
Ein Orts- oder Länderwechsel im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit.
bpb · Gastarbeiter/-innen ↗
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Quellen & Einordnung

Eigenständig formulierte Lernhilfe, keine offizielle BAMF-Veröffentlichung und keine Beratung für einen Einzelfall. Die unten genannten Quellen wurden am 20. Oktober 2026 für die erläuterten Aussagen geprüft; die Testfrage stammt aus dem vorhandenen Fragenbestand.

Die beiden redaktionellen Bilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie dokumentieren keine tatsächlichen Ereignisse oder Behördenvorgänge.